| USA Südwesten 2010 |
| Geschrieben von Jörg Haag | |||||||||||||||||||||||||
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Mittwoch, 05.05.2010, Tag der Anreise:
Nach einem mehr oder weniger anstrengendem Flug kamen wir gegen Mittag am San Francisco International Airport an. San Francisco begrüßte uns mit herrlichem Wetter und der Landeanflug entlang der Küste nördlich von San Francisco und über die San Francisco Bay brachte uns schon richtig in Urlaubsstimmung. Aber zu erst hieß es die Einreiseformalitäten hinter sich zu bringen. Die entsprechenden Formulare haben wir im Flugzeug nach ESTA (hat uns keiner mehr nach gefragt) und Lufthansa (Online) zum dritten mal ausgefüllt. Nun galt es erst einmal bei der Immigration in einer Schlange zu stehen und einem doch recht unfreundlichen "Officer" (sehen wir es ihm nach, bei diesem Job) ein paar Fragen zu Sinn und Zweck unseres Aufenthaltes zu beantworten. Nach dem das überstanden war, brauchten wir unsere Koffer nur noch am Band abzuholen - die Wartezeit bei der Einreise hat den Vorteil, dass man dann nicht mehr auf die Koffer warten muss. Mit dem Gepäck sind wir dann per Air Train zu Alamo gefahren um unseren Mietwagen entgegen zu nehmen. Vom Flughafen fuhren wir dann mit Hilfe unseres alten TomToms nach Monterey. Obwohl wir doch recht müde waren, Donnerstag, 06.05.2010:
Ursprünglich war für den Morgen in Monterey eine Whalewatching-Tour geplant, welche wir aber aus Zeitgründen auf das Ende der Reise geschoben haben - dazu aber später mehr. Die Alternative war ein Frühstück: Unser erstes "Breakfast in Amerika" haben wir im nettesten Frühstückslokal weit und breit eingenommen: Katy's Place, Mission Street zwischen 5th und 6th Street in Carmel by the Sea. Nach dem Frühstück sind wir den 17-Mile Drive gefahren, eine Privatstraße, die man gegen eine Gebühr von $ 9,50 (je Pkw) befahren kann. Der 17-Mile Drive lohnt nicht nur wegen der Lone Cyprus, dem wohl am meisten fotografierte Baum der USA, sondern auch wegen der Strände und der Brandung. Nach verlassen des 17-Mile Drive ging es entlang der Küstenstraße weiter nach Pismo Beach. Auf der Strecke erwarteten uns viele Vista Points (Aussichtspunkte), der Big Sur, die Pfeiffer Falls und eine Seeelefanten-Kolonie. In Pismo Beach angekommen haben wir im Best Western Shore Cliff Lodge eingecheckt und uns auf einen Spaziergang am Freitag, 07.05.2010:
Auf eine Nacht mit sehr gutem Schlaf auf guten Betten folgte ein eher schreckliches "Continental Breakfast" von Papptellern, mit Plastikbesteck und lauwarmen Tee, was aber nicht dem Hotel anzukreiden war, sondern eher dem Restaurant auf dem Hotelgelände. Heute führte uns der Weg nach Los Angeles (Hollywood genauer gesagt) und ich war eigentlich in negativer Vorfreude, hatte Auf dem Weg von Pismo Beach nach Los Angeles machten wir mittags einen Halt in Santa Barbara - einem hübschen Städtchen mit schönem Zentrum, welches zum Spazieren einlädt. Sehenswert hier sind neben den Galerien und einigen Fassaden sicherlich das Gerichtsgebäude (Bild links) im spanischen Kolonialstil. Über Santa Monica und Malibu kamen wir entlang der Küste mit wunderschönen Stränden, die schon im Mai rege besucht sind, nach Los Angeles. Störend empfand ich hier allerdings den Blick auf das Meer mit den Erdöl-Bohrplattformen - echt eine Schande, wie das aussieht. In Los Angeles übernachteten wir im Best Western Hollywood Hills, 141 Franklin Avenue - also ziemlich genau unterhalb des berühmten Hollywood Schriftzuges am Südhang der Hollywood Hills. Vorzüge des Best Western Hollywood Hills sind die Nähe zum Walk of Fame, der nahliegende Anschluß an den Freeway und nicht zu letzt "The 101 Coffee Shop", welcher direkt vom Hotel zugänglich ist. Hier bekommt man gute Sandwiches für den Hunger am Nachmittag und ein recht ordentliches Frühstück am Nach der Ankunft stärkten wir uns erst einmal mit zwei Tandory Lachs Sandwiches und machten uns dann auf den 5-Minütigen Fußweg zum Walk of Fame, der alleine schon wegen der Leute absolut sehenswert ist. Natürlich besucht man den Walk of Fame aber vorrangig wegen der in den Boden eingelassenen Sterne mit Künstlernamen aus Film, Fernsehen, Musik und Show. Ansonsten ist aber vom Glanz & Glamour Hollywoods auf dem Walk of Fame nicht viel zu spüren. Als sehenswert zu erwähnen wären da noch das El Capitain Theatre und der Komplex rund um das Kodak Theatre, wobei hier wohl auch eher Shopping im Vordergrund steht. Ein Muss ist es sich in eines der wenigen Lokale mit Außenplätzen zu setzen und das Treiben zu beobachten. Auf dem Rückweg ins Hotel sind wir dann noch am Capital Records Gebäude vorbei, welches für mich als Musik-Kind der 80er schon eine Bedeutung hat. Am Abend haben wir dann noch versucht die Aussicht auf L.A. bei Nacht vom Griffith Observatory zu geniessen, aber leider war der gesamte Park wegen einer Veranstaltung geschlossen und so haben wir dann nach einigen Versuchen, einen anderen Zugang zum Griffith Observatory zu finden, aufgegeben und den Besuch des Observatoriums auf den nächsten Tag verschoben. Irgendwann waren wir es halt leid durch die Hügel von Hollywood zu kurven und sind dann zurück zum Hotel. Samstag, 08.05.2010: Nach einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns ins Auto gesetzt und sind mit Ziel Downtown L.A. losgefahren. Im Nachhinein läßt sich schon mal Eines sagen: Für den Verkehr auf den Freeways und Highways in L.A. macht es kaum einen Unterschied ob Werktag oder Wochenende - Stau scheint dort immer zu sein, für Sightseeing in Downtown L.A. sind Samstag oder Sonntag wohl die besten Tage. Kaum Verkehr und so gut wie keine Menschenseele auf den Straßen - ist halt ein typischer Geschäftsviertel welches außerhalb der Bürostunden regelrecht verwaist ist. Selbst das Parken ist mit einer Ganztages-Flatrate für $ 6,00 preiswert - normalerweise zahlt man das auf einem bewachten Parkplatz für eine halbe Stunde.
Anschließend ließen wir uns mehr oder weniger ziellos durch die Straßen mit den hohen Bürogebäuden treiben bis dann etwas eher seltsames geschah. Auf der 1st Street, die zwischen Broadway und Main Street gesperrt war, sahen wir jede Menge Leute, die nur in weißer Unterwäsche gekleidet am Straßenrand standen oder saßen und auf irgendetwas warteten. Um diese Szenerie herum standen Windmaschinen, große Scheinwerfer und Kameras, wie man sie aus den Making-of-Filmen kennt. Überall stand Wachpersonal und beim kleinsten Versuch meine Kamera in die Hand zu nehmen, zuckten die ersten schon zusammen und kamen auf mich zu. Um keinen Ärger zu machen, habe ich die Kamera dann wieder runtergenommen und einfach hängen lassen. Zurück in Deutschland wurde dann irgendwann klar: Das war das Set für einige Szenen aus dem neuen Musikvideo von Kylie Minogue's "All the lovers". Wenn wir das nur annähernd geahnt hätten, wären wir wohl noch etwas länger da geblieben. So sind wir zurück zum Auto und haben uns auf den Weg zum Farmer's Market gemacht - eine echte Alternative zu einem Video Dreh von und mit Kylie Minogue. Farmer's Market ist wohl eher eine Name, der aus der Vergangenheit kommt, denn mit einem typischen Marktplatz, wo Bauern ihre Waren anbieten, hat das eher weniger zu tun, was es aber nicht weniger interessant macht durch die Gassen zwischen den fest installierten Verkaufsständen zu schlendern und sich von den verschiedenen Gerüchen animieren zu lassen. Da auch Venice Beach ist ein absolutes Muss, auch wenn ein sonniger Tag am Wochenende dafür nun wirklich nicht der beste Tag ist, denn man hat den Eindruck, dass halb L.A. an den Strand fährt. Am Venice Beach herrscht buntes Treiben und ein wildes Durcheinander von Fußgänger, Fahrradfahrer, Skater, Rollerbladder und anderen, für die ich die Bezeichnungen nicht kenne. Am Muscle Beach gibt es eine Tribüne, von der aus man den Bodybuildern beim "Pumpen" zu schauen kann und überall gibt es Bereiche und Plätze, wo Skateboarder, Skater usw. ihre Kunststücke oder einfach nur sich selbst präsentieren. Zu gerne wären wir auch hier noch länger geblieben, aber da unsere Parkzeit begrenzt war (wir haben keinen anderen Parkplatz mehr gefunden) mußten wir los. Als Nächstes stand das Griffith Observatory auf dem Programm und wie sich herausstellte, sind wir zum richtigen Zeitpunkt aufgebrochen. Heute hatten wir Glück und die Zufahrt zum Griffith Park war nicht gesperrt. Sehr schnell haben wir festgestellt, dass wir nicht die Einzigen waren mit der Idee, einen Blick auf L.A. bei Nacht zu werfen. Jedenfalls mußten wir unser Auto bereits gut einen Kilometer vorher am Straßenrand parken und den Berg hinauflaufen. Oben angekommen haben wir uns erst einmal orientiert und dann einen Standpunkt gesucht, von dem aus man den Sonnenuntergang und das immer stärker werdende Lichtermeer der Stadt verfolgen kann - ein tolles Erlebnis. Im Hotel angekommen, sind wir dann nochmal los, weil wir richtig Lust auf einen Drink hatten. Ungefähr 1 Kilometer vom Hotel sind wir dann im Prizzi's Piazza, einem italienischen Restaurant mit Bar, fündig geworden. Ein paar nette Gespräche mit einigen anderen Gästen über Deutschland, was wir in den U.S.A. machen und 3 Mojitos später sind wir dann müde und zufrieden ins Hotel, um Koffer zu packen und die morgige Abreise vorzubereiten. Ein Fazit zu Los Angeles: Weiter oben habe ich geschrieben, dass ich im Vorfeld eher weniger Lust auf Los Angeles hatte - bin halt nicht so sehr der Stadtmensch. Im Nachhinein hat es mir dort sehr gut gefallen und wir hätten gut und gerne noch ein oder zwei Tage mehr in Los Angeles verbringen können. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 12. August 2011 ) | |||||||||||||||||||||||||
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